Gewerkschaften reagieren auf angekündigte Entlassungen bei Lido in Paris

Gewerkschaften reagieren auf angekündigte Entlassungen bei Lido in Paris

Den Beschäftigten des berühmten Pariser Kabaretts Lido droht eine Massenentlassung. Die Gewerkschaften fordern den Erhalt des kulturellen Wahrzeichens. Angesichts der hohen Nachfrage und des Personalmangels in der gesamten Branche ist es nicht an der Zeit, das Handtuch für diese Institution auf den Champs-Elysées zu werfen.

Die Ankündigung erfolgt nach der kürzlichen Übernahme durch den Hotelkonzern Accor. Die neue Leitung hat die Beschäftigten darüber informiert, dass das Kabarett umgestaltet werden soll, und dies mit der finanziellen Situation des Unternehmens begründet. Nach den Plänen von Accor wird diese Umwandlung das Ende der Dinnershows bedeuten, die das Lido berühmt gemacht haben. Die meisten der derzeitigen Arbeitsplätze sollen ausgelagert werden, und von den 184 Stellen sollen nur 27 im Haus bleiben. Dies ist ein großer Schock.

Zum Zeitpunkt der Übernahme im Februar 2022 hatte sich Accor verpflichtet, die Tätigkeit des Lido aufrechtzuerhalten. Anstelle dieser Verpflichtung wurde den gewählten Vertretern und Gewerkschaftsdelegierten des Lido Mitte Mai der schlecht benannte "Plan de Sauvegarde de l'Emploi" vorgelegt. Die Geschäftsleitung teilte den Gewerkschaften mit, dass die Änderungen am 12. August in Kraft treten würden, so dass nur sehr wenig Zeit für angemessene Verhandlungen und für die Suche nach Lösungen zum Schutz der Arbeitsplätze blieb.

Wir fordern Accor auf, in transparente und vertrauensvolle Verhandlungen mit den Gewerkschaften einzutreten, um eine dauerhafte Beschäftigung zu gewährleisten und sicherzustellen, dass das Lido mit seinem erfahrenen Personal weiterhin arbeiten und hochwertige Produktionen produzieren kann.

UNI Europa fordert Sébastien Bazin, den Vorstandsvorsitzenden der Accor-Gruppe, auf, sein Projekt zur "Neugestaltung" des künstlerischen Projekts des Lido zu überdenken, die Kabarettaktivität beizubehalten und alle Mitarbeiter zu behalten.

UNI Europa und alle angeschlossenen Gewerkschaften des Medien-, Unterhaltungs- und Kunstsektors stehen an der Seite der Beschäftigten des Lido und der Kollegen von FASAP-FO und FNSAC-CGT in ihrem Kampf für den Erhalt des Lido.

Das Lido muss leben!

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