Menschen einbinden und gewerkschaftliche Aktionen in der Medien-, Unterhaltungs- und Kunstbranche stärken

Menschen einbinden und gewerkschaftliche Aktionen in der Medien-, Unterhaltungs- und Kunstbranche stärken

Die Gewerkschaften der Medien-, Unterhaltungs- und Kulturschaffenden aus ganz Europa haben sich auf gemeinsame Prioritäten geeinigt und ihre Führung für die kommenden vier Jahre gewählt.

Der Medien-, Unterhaltungs- und Kunstsektor von UNI Europa vereinigt Gewerkschaften aus ganz Europa mit insgesamt 200.000 Mitgliedern, die in diesem Sektor tätig sind. Ihre Generalversammlung findet alle vier Jahre statt und wurde vom 5. bis 7. April 2022 online abgehalten. Die Delegierten nahmen zwei Entschließungen an: eine zu den strategischen Prioritäten und die andere zum sozialen Dialog auf EU-Ebene.

Zu den strategischen Prioritäten gehört auch die Verpflichtung, die verbandliche und institutionelle Macht der Arbeitnehmer zu stärken. Der Ausbau der Kapazitäten von Gewerkschaftsaktivisten und -führern und Investitionen in den nachhaltigen Aufbau einer Basis, auch durch die Ausweitung wirksamer digitaler Organisierungsinstrumente, sowie die weitere Stärkung des Mitspracherechts von Freiberuflern und Selbstständigen gehörten zu den wichtigsten Prioritäten bei der Organisierung. In Bezug auf die institutionelle Macht waren die wichtigsten Prioritäten die Verteidigung, der Aufbau und die Ausweitung sektorweiter Tarifverhandlungen sowie die Stärkung gerechter und gleichberechtigter Arbeitsbeziehungen.

Die Gewerkschaften haben sich nicht nur verpflichtet, ihre Macht auszubauen, sondern auch zusammenzuarbeiten, um diese Macht zu nutzen und Fortschritte für die Arbeitnehmer in einer Reihe von vorrangigen Bereichen zu erzielen. Eine der wichtigsten Verpflichtungen ist der Ausbau der führenden Rolle, die die Gewerkschaften bei der Förderung der Gleichberechtigung und dem Eintreten für die Rechte zum Schutz aller Arbeitnehmer in diesem Sektor übernommen haben. Die Gleichstellung der Geschlechter, Vielfalt und Nichtdiskriminierung, Nulltoleranz gegenüber Gewalt und Belästigung werden auch in den kommenden Jahren für den Sektor und seine Mitgliedsorganisationen im Mittelpunkt stehen, bis ein echter Wandel in der Unterhaltungsindustrie erreicht ist. Die Verbesserung der Qualität der Arbeit und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein weiteres wichtiges Ziel.

In einer Zeit, in der die Freiheiten in Frage gestellt werden, ist es wichtiger denn je, sich für ihren Schutz und ihre Ausweitung einzusetzen, und für den MEI-Sektor eine der wichtigsten Prioritäten. Die Mitgliedsgewerkschaften werden sich weiterhin solidarisch für die Förderung von Medienfreiheit und -pluralismus einsetzen. Schließlich verpflichteten sich die Gewerkschaften, Maßnahmen für eine nachhaltige und gerechte Umgestaltung unserer Branche zu ergreifen, z. B. mit einem konkreten Projekt zur grünen Produktion, um umweltfreundliche Praktiken in der Produktion und durch Tarifverhandlungen zu fördern.

Der Schwerpunkt der Entschließung zum sozialen Dialog auf EU-Ebene lag auf dem Sektor der audiovisuellen Medien und der Live-Auftritte. In beiden Sektoren verfügt UNI Europa über gut etablierte positive Beziehungen zu Schwestergewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Neben der Nutzung dieser Räume für die Gestaltung wichtiger politischer Initiativen der EU wurde die Förderung der Kapazitäten der Gewerkschaften und des nationalen sozialen Dialogs durch Maßnahmen auf europäischer Ebene als entscheidend angesehen.

Drei Vormittage des Austauschs endeten mit der Wahl der Leitung. Das Exekutivkomitee wurde bestätigt und William Maunier wurde für eine zweite Amtszeit als Präsident des Sektors wiedergewählt.


Die Generalversammlung der Europaregion fand parallel zur sektoralen Generalversammlung der UNI Global Union statt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

 

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