ETNO und UNI Europa ICTS konsolidieren Projektergebnisse des sozialen Dialogs zur digitalen Höherqualifizierung für alle

ETNO und UNI Europa ICTS konsolidieren Projektergebnisse des sozialen Dialogs zur digitalen Höherqualifizierung für alle

Die europäischen Sozialpartner für den Telekommunikationssektor - UNI Europa ICTS, der europäische Gewerkschaftsverband für Dienstleistungsbeschäftigte, und ETNO, der Verband der europäischen Telekommunikationsnetzbetreiber, haben das zweijährige Projekt des sozialen Dialogs mit dem Titel "Digital Upskilling for All! (DUFA!) ABGESCHLOSSEN.

Die Ergebnisse werden die Mitarbeiter der europäischen Telekommunikationsbranche in die Lage versetzen, die digitale Qualifizierung besser in Angriff zu nehmen. Darüber hinaus ebnen die ermittelten bewährten Verfahren den Weg für eine vielfältigere und integrativere Belegschaft in unserem Sektor. Das Projekt befasst sich mit dem breiteren Ökosystem der europäischen Arbeitskräfte und soll andere Sektoren dazu inspirieren, sich mit diesen kritischen Fragen auseinanderzusetzen. Eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Ergebnissen des Projekts ist jetzt in 19 europäischen Amtssprachen verfügbar.

Die Hälfte der Europäer verfügt über digitale Kompetenzen

Untersuchungen zeigen, dass bis 2025 die Hälfte der Arbeitskräfte neu qualifiziert werden muss. Bei dem derzeitigen Tempo in Europa werden alle Sektoren vor der großen Herausforderung stehen, ihre Arbeitskräfte neu zu qualifizieren. Der jüngste Bericht "Digital Economy and Society Index" zeigt, wo Europa derzeit steht: Nur 56 % der Europäer verfügen zumindest über grundlegende digitale Kompetenzen.

Diese Erkenntnisse decken sich mit den Ergebnissen einer von Mercer durchgeführten Branchenumfrage: Demnach befinden sich 54 % der am DUFA!-Projekt beteiligten Experten derzeit in der Phase "Analyse und Planung", wenn es um die Qualifizierung ihrer Arbeitskräfte geht. Dies ist zwar noch weit davon entfernt, die Ziele der Europäischen Digitalen Dekade für 2030 zu erreichen, aber eine rasche Mobilisierung aller EU-Akteure erhöht die Chancen, dieses Ziel zu erreichen: Gemäß den Zielen müssen 80 % der Europäer bis 2030 zumindest über digitale Grundkenntnisse verfügen.  

Zwei Jahre Arbeit zur Ermittlung bewährter Verfahren

Seit Februar 2020 arbeiten die am Projekt beteiligten Experten daran, besser zu verstehen, woran es im Telekommunikationssektor mangelt, wenn es darum geht, die digitale Weiterbildung aus verschiedenen Blickwinkeln anzugehen: Gleichstellung der Geschlechter, alternde Belegschaften und Minderheiten.

Betrachtet man die Projektergebnisse aus geschlechtsspezifischer Sicht, so sind die wichtigsten Faktoren, die eine gezielte digitale Weiterbildungsstrategie behindern, Vorurteile in den Personalprozessen, fehlende Mentorenprogramme oder geschlechtsspezifische Ungleichheiten bei der Eingliederung in kreative und innovative IKT-Rollen. Was die digitale Weiterbildungsstrategie für die alternde Belegschaft betrifft, so wurden als wichtigste Hindernisse das Fehlen interner flexibler Arbeitsrichtlinien, das Fehlen einer Strategie für den schrittweisen Übergang in den Ruhestand oder die Schaffung neuer geeigneter Arbeitsplätze und die Ergonomie des Arbeitsplatzes genannt. Darüber hinaus waren sich die Teilnehmer einig, dass es ungenutzte Talente bei unterrepräsentierten Minderheiten wie neurodiversen oder behinderten Menschen, verschiedenen Ethnien, Flüchtlingen oder der LGBTQIA+-Community gibt.

Inspirierend für den Telekommunikationssektor und darüber hinaus

DUFA! ist ein weiteres erfolgreiches Beispiel, das ETNO und UNI Europa zusammenbringt, um die Widerstandsfähigkeit der Arbeitskräfte in der Telekommunikation zu stärken. Das von der Europäischen Kommission finanzierte Projekt ist zu einem Sprungbrett für unsere Mitgliedschaften geworden und wird den Ansatz der digitalen Weiterbildung als Mittel zur Bindung und Gewinnung neuer Talente in Frage stellen.

Da das Projekt über den Telekommunikationssektor hinausgeht, hat es bewährte Praktiken ermittelt, die als Verbündete bei der Beschleunigung der von der Europäischen Kommission gesetzten Ziele für die digitale Qualifizierung genutzt werden können. 

Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen geben nicht unbedingt den offiziellen Standpunkt der Europäischen Kommission wieder.

Diese Initiative wurde von der Europäischen Union finanziell unterstützt.

Lesen Sie diese Pressemitteilung auf Bulgarisch, Dänisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Niederländisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Tschechisch und Ungarisch.

Weitere Einzelheiten finden Sie auf der Landing Page des Projekts.

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