Persönliche Pflegeassistenten in Slowenien streiken zum ersten Mal

25.05.23

Pflege

Persönliche Pflegeassistenten in Slowenien streiken zum ersten Mal

In einem historischen Schritt haben persönliche Assistenten in Slowenien am 25. Mai 2023 einen Streik begonnen, um bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Qualität der Dienstleistungen für die Empfänger von persönlicher Assistenz zu fordern. Dies ist die erste Arbeitsniederlegung dieser Beschäftigten, die Menschen mit Behinderungen in ihrem täglichen Leben unterstützen.

Der Streik unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer stabilen Finanzierung und angemessenen Unterstützung im Bereich der persönlichen Betreuung.

Die Beschäftigten werden von ihrer Gewerkschaft Personal Assistants' Union (SOA) unterstützt, die Mitglied des Sektors Pflege von UNI Global ist, und sie bitten um internationale Solidarität.

"Diese Beschäftigten nehmen Streiks nicht auf die leichte Schulter und tun dies nur, weil sie die Bedingungen wollen, die notwendig sind, um die Pflege zu leisten, die ihre Kunden verdienen," sagte Adrian Durtschi, Leiter von UNI Care. "Aber ihr Kampf ist kein Einzelfall. Gewerkschaften aus ganz Europa - und der ganzen Welt - zeigen sich solidarisch, weil wir wissen, dass unzureichende Finanzierung und erodierende Bedingungen ein globales Problem sind."

Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat die Gewerkschaft in Zusammenarbeit mit dem Arbeitnehmerbildungszentrum Cedra darauf hingearbeitet, die wachsenden Probleme der persönlichen Assistenten in Slowenien anzugehen. Die unzureichende öffentliche Finanzierung ist seit Jahren ein Problem, das zu einer Verschlechterung der Standards und einer Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte, einschließlich bezahltem Urlaub, Leistungen und Arbeitsverpflichtungen, führt.

Trotz unermüdlicher Lobbyarbeit zeigen die Regierung und andere Interessengruppen wenig Bereitschaft, sich die Anliegen der persönlichen Assistenten anzuhören. Deshalb haben diese Beschäftigten keine andere Wahl als zu streiken, um sich Gehör zu verschaffen.

Zu den wichtigsten Forderungen der Arbeitnehmer gehören der Abschluss eines Tarifvertrags, die Sicherstellung einer angemessenen Finanzierung für eine qualitativ hochwertige Unterstützung von Menschen mit Behinderungen, die Einführung einheitlicher Normen für den gesamten Sektor, die Einführung einer fairen und rechtskonformen Art der Arbeitszeiterfassung und der Erhalt der Löhne für die Dauer des Streiks.

Die persönlichen Assistenten in Slowenien hoffen auf die Unterstützung internationaler Verbündeter, um den Arbeitgebern und der Regierung gegenüber Stärke zu zeigen. Um Ihre Solidarität zu zeigen, senden Sie Fotos oder Unterstützungsbotschaften an die Gewerkschaft der persönlichen Assistenten (SOA) per E-Mail an sindikat.osebne.asistence@gmail.com.

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