Weltweite Umfrage zu Nachtschichten enthüllt schädliche Auswirkungen auf Reinigungskräfte

Weltweite Umfrage zu Nachtschichten enthüllt schädliche Auswirkungen auf Reinigungskräfte

Eine bahnbrechende internationale Umfrage unter Reinigungskräften, die von UNI Global Union in Auftrag gegeben wurde, wirft ein Licht auf die erheblichen Herausforderungen, mit denen Reinigungskräfte konfrontiert sind, die unregelmäßige und unsoziale Schichten arbeiten. Die Umfrage, auf die über 2 500 Reinigungskräfte in 32 Ländern auf 6 Kontinenten geantwortet haben, zeigt die nachteiligen Auswirkungen der Nachtarbeit auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die soziale Eingliederung der Beschäftigten.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Reinigungskräfte, die in anderen Schichten als der Tagesschicht arbeiten, eine Reihe von negativen Auswirkungen auf ihr Leben erfahren. Dazu gehören Isolation, Schwierigkeiten bei der Pflege von Beziehungen, ein angespanntes Sozialleben, schlechte Schlafzeiten, Erschöpfung und negative Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Benachteiligung durch Schichtarbeit: Ungefähr die Hälfte der befragten Reinigungskräfte arbeitet in Schichten außerhalb der regulären Tagesschicht. Die statistische Analyse zeigt, dass diese Reinigungskräfte im Vergleich zu den Reinigungskräften in der Tagesschicht erheblich benachteiligt sind.

Schlafentzug: Fast 70 % der Reinigungskräfte in der Nachtschicht und über die Hälfte der Reinigungskräfte in der Früh- und Abendschicht geben an, nicht genug Schlaf zu bekommen. Dies verdeutlicht die nachteiligen Auswirkungen von Nicht-Tagesschichten auf den Schlafrhythmus von Reinigungskräften.

Sicherheitsbedenken: Etwa 45 % der weiblichen Reinigungskräfte, die in der Nachtschicht arbeiten, geben an, sich bei der Arbeit unsicher zu fühlen. Eine beträchtliche Anzahl von ihnen hat Belästigungen am Arbeitsplatz und auf dem Weg dorthin erlebt, wobei mehr als ein Drittel von Belästigungen berichtet.

Konflikte zwischen Sozial- und Familienleben: Beschäftigte in der Abend- und Nachtschicht sind häufiger mit Konflikten zwischen ihren Arbeitsplänen und ihrem Sozial- und Familienleben konfrontiert als ihre Kollegen in der Tagschicht. Aussagen von Reinigungskräften betonen die negativen Auswirkungen auf ihre Beziehungen zu ihren Kindern und Partnern.

Fehlende Wahlmöglichkeiten: Sieben von zehn Reinigungskräften, die in anderen Schichten als der Tagesschicht arbeiten, tun dies, weil sie keine Alternative haben. Dies deutet darauf hin, dass viele Reinigungskräfte aufgrund begrenzter Möglichkeiten oder Umstände gezwungen sind, Nicht-Tagesschichten zu akzeptieren.

"Wir setzen uns seit langem für einen Übergang zur Tagesarbeit in der Reinigungsbranche ein, da wir die negativen Folgen unregelmäßiger und unsozialer Schichten für die Beschäftigten erkannt haben", sagte Eddy Stam, Leiter der Gewerkschaft Property Services bei UNI Global . "Diese Umfrage unterstreicht die dringende Notwendigkeit für die Branche, sich mit Fragen der Arbeitszeitgestaltung zu befassen und der physischen und psychischen Gesundheit der Reinigungskräfte Priorität einzuräumen."

Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der befragten Reinigungskräfte aufgrund begrenzter Möglichkeiten oder wirtschaftlicher Zwänge nicht in Tagesschichten arbeitet. Viele Arbeitgeber und Kunden bieten keine Tagesschichten an, so dass die Reinigungskräfte wenig Spielraum bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeiten haben. Darüber hinaus sind Nicht-Tagesschichten oft mit höheren Löhnen verbunden, was sie zu einer Notwendigkeit für Arbeitnehmer macht, die in einer immer teurer werdenden Welt darum kämpfen, über die Runden zu kommen.

In der Umfrage kommen vor allem die Reinigungskräfte selbst zu Wort, was einen umfassenden Einblick in die Erfahrungen und Perspektiven dieser wichtigen Arbeitskräfte ermöglicht. Die Aussagen der Befragten verdeutlichen die Auswirkungen der Schichtarbeit auf verschiedene Aspekte ihres Lebens, darunter persönliche Beziehungen, körperliche Gesundheit, Sicherheit und soziales Leben.

Die Umfrage enthüllt auch demografische Erkenntnisse, die die Vielfalt innerhalb der Reinigungskräfte widerspiegeln. Von den Befragten gaben 70 % an, weiblich zu sein, etwa 25 % gaben an, Einwanderer in ihrem jeweiligen Arbeitsland zu sein, und 20 % bezeichneten sich als farbige Menschen.

Die Ergebnisse dieser weltweiten Umfrage sind ein Aufruf zum Handeln für die Reinigungsbranche und fordern die Beteiligten auf, dem Wohlergehen und den Rechten von Reinigungskräften Priorität einzuräumen.

Zitate von Reinigungskräften:

"Ich würde besser schlafen und zu Abend essen können.- Peruanische Nachtputzerin

"Ich würde gut schlafen und essen, ich wäre nicht so müde und würde weniger krank werden. - Kolumbianische Reinigungskraft im Mehrschichtbetrieb

"Bessere Essenszeiten. Bessere Gesundheit. Bessere Schlafzeiten." - Belgische Reinigungskraft im Mehrschichtbetrieb

"Die Nachtschicht ist ein Leben in Unsicherheit". - Peruanische Putzfrau

 

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